Krimi in Hitdorf

 

Laut unseres Mannschaftsführers war es diesmal schwer eine Mannschaft zusammen zu bekommen, aber letztendlich konnten wir 6 Spieler an die Bretter bringen.

Als ich gegen 19:10 Uhr an der Spielstätte in Rheindorf ankam, war unser Mannschaftsführer Hans-Peter Longerich schon da, und auch 2 Hitdorfer.

Gemeinsam versuchten wir uns Zugang zu der Mensa in der Schule zu verschaffen, was nicht ganz einfach war, aber nachdem die Hitdorfer die richtige Tür, und den richtigen Schlüssel und das richtige Schloss gefunden hatten, konnten wir die Räumlichkeiten betreten.

Allerdings konnte damit der Mannschaftskampf erst verspätet gegen 19:40 Uhr starten. Es waren dann aber alle 6 Spieler der 3. Mannschaft pünktlich vor Ort, nur die Hitdorfer waren nur zu Fünft.

Wie auch schon in den vorherigen Kämpfen war Brett 1 unbesetzt. Ein ruhiger Abend für Wolfgang Jiritschka, der aber, glaube ich, lieber gespielt hätte.

Damit hatte ich an Brett 2 die undankbare Aufgabe gegen Franz Sowa zu spielen und damit einen der Topspieler der Hitdorfer zu neutralisieren.

An den Brettern 3-6 waren die Hitdorfer von der DWZ her in der Favoritenrolle.

Nach einer Stunde gingen wir dann mit 1 - 0 in Führung, auf Grund des kampflosen Punktes an Brett 1.

Ich kam zwar recht gut mit den schwarzen Steinen gegen Franz Sowa ins Spiel, aber da es zu dem Zeitpunkt recht positiv an den anderen Brettern aussah, bot ich Remis an, was mein Gegner auch annahm, auch aus dem Grund, dass er noch arbeiten musste.

Mein Gegner hatte zwar einen Isolani-Bauern auf d4 den ich attackierte, aber auch er hatte so seine Drohungen, und ich musste immer auf meine Dame aufpassen, sodass wir dann Remis machten. Zwischenstand 1,5 - 0,5.

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Dann passierte erstmal vom Ergebnis her nichts mehr, aber in den Partien passierte eine Menge. In fast jeder Partie konnte erst die eine Seite gewinnen und dann die andere Seite. Es wogte hin und her, und die Kiebitze die sich mittlerweile eingefunden hatte, sowohl von Bayerseite als auch von Hitdorferseite, konnten spannende Partien sehen.

Die nächste Entscheidung fiel in der Partie von unserem Mannschaftsführer; der Gegner bot einen Damentausch an, den Hans-Peter Longerich aber ablehnte und seine Dame wegzog, der Gegner dann wiederrum seine Dame wegzog, woraufhin Hans-Peter seine Dame wieder nach vorne zog, und der Gegner wieder den Damentausch anbot und so weiter, dies mündete dann in einer Zugwiederholung. Zwischenstand 2 - 1

In der Partie an Brett 3 bei Ulrich Milz spielte dieser auf Angriff, und sein Gegner versuchte sich mit aller Kraft zu wehren.

Bei den beiden Eßers tobte es auch auf den Brettern.

Während Daniel Eßer, der gegen Guido Fischer spielte, nach Abtausch aller Figuren, in ein Bauerendspiel mit Minusbauern kam und dort um Ausgleich kämpfen musste, startete Julian Eßer in seiner Partie gegen Horst Müller einen starken Schwerfigurenangriff gegen die feindliche Stellung.

Dank des Eßerschen Endspielwissens konnte Daniel Eßer, der dann im Endspiel keinen Fehler mehr machte, die Partie Remis halten, und auch die Versuche des Gegners, trotz zweier verbundener Freibauern die Partie zu entscheiden, waren nicht von Erfolg gekrönt. Sauber zu Ende gespielt. Zwischenstand 2,5 - 1,5.

 

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Julian Eßer konnte in der Folge einen Läufer gewinnen, da der Druck seiner Schwerfiguren auf die gegnerische Königsstellung zu groß war, musste aber dem Gegner 2 Bauern überlassen, sodass hier das Remis auch Ok ging. Zwischenstand 3 - 2. Damit hatten wird einen Mannschaftpunkt gesichert.

Aber es war noch mehr drin.

Denn in der letzten Partie Ulrich Milz gegen Helmut Nordhausen patzte der Hitdorfer und stellte 2-zügig einen Springer ein. Den Ärger darüber spürte und hörte man dem Hitdorfer an.

Ulrich Milz sollte zum Helden des Abends werden, da er die Partie trotz fortgeschrittener Stunde doch sauber spielte, den Springer einsackte, und auch gegen die Bauernphalanx des Gegners immer den passenden Zug hatte, sodass auch hier im Endspiel dann ein Remis vereinbart wurde, was uns den Sieg brachte.

Man hätte zwar noch weiter spielen können, aber trotz Mehrfigur wäre es im Turmendspiel schwer geworden, dies nach Hause zu bringen.

Alles in Allen ein gelungener Abend mit einem guten Ergebnis und einer aufopfenden Manschaft, die sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen gegeben hat.

Thomas Granz

 

Br. SV Springer Hitdorf 2 - SC Bayer Leverkusen 3 2,5 : 3,5
1 Pickstone, Simon 1779 - Jiritschka, Wolfgang 1753 - : +
2 Sowa, Franz 1765 - Granz, Thomas 1738 ½ : ½
3 Nordhausen, Helmut 1539 - Milz, Ulrich 1448 ½ : ½
4 Nordhausen, Walter 1547 - Longerich, Hans-Pete 1375 ½ : ½
5 Müller, Horst 1453 - Eßer, Julian 1374 ½ : ½
6 Fischer, Guido 1428 - Eßer, Daniel 1176 ½ : ½

 

Partien des Mannschaftskampfes zum Nachspielen: hier.

   

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