Versöhnlicher Saisonabschluss mit Kantersieg über Schlebuschs Zweite.

 

Nachdem das Abstiegsgespenst durch den Punktgewinn gegen Langenfeld in der vergangenen Runde endgültig gebannt werden konnte, ging es im letzten Heimspiel gegen Schlebusch II nun darum, die durchwachsene Saison durch eine ordentliche Mannschaftsleistung zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.

Trotz Abwesenheit dreier Stammspieler - Karl Pützkaul, Rolf Schimpf und Michael Axmann - hatten wir an fast allen Brettern eine teilweise sogar sehr deutliche DWZ-Überlegenheit; lediglich der von Bayer III ausgeborgte Ulrich Milz bekam es mit einem nominell etwas stärkeren Gegner zu tun.

Aber DWZ-Zahlen sind auch nur ein Teil der Wahrheit, und wir waren uns durchaus bewusst, dass keiner der Schlebuscher Spieler unterschätzt werden durfte. Die Ergebnisse der vorangehenden Mannschaftskämpfe wie auch so manche in der Vergangenheit gemachte persönliche Erfahrung ließen uns einen kampfstarken und vor allem zähen Gegener erwarten.

So zeigte denn auch mein erster Rundgang ein recht ausgeglichenes Bild. Lediglich Ulrich Milz hatte bereits zwei Mehrbauern und eine gute Angriffsstellung; alle anderen Bretter standen mehr oder weniger ausgeglichen. Karl-Heinz hatte, wie nicht anders zu erwarten, eine recht verzahnte Bauernstellung auf dem Brett, achtete aber darauf, dass der von Jochen Seelig angerührte Mörtel nicht allzu hart wurde. Lennard mit ausreichend Bewegungsfreiheit, Felix etwas gedrängt mit der Mehrzahl seiner Figuren noch (oder wieder) auf der Grundlinie. Werners Stellung war für mich unklar, aber das geht mir bei ihm ja öfter so. Ich war mit einem Mehrbauern aus der Eröffnung gekommen, sah meinen König dafür aber unter Beschuss des gegnerischen Läuferpaars. Ulrich hatte einen (temporären?) Minusbauer, aber offenes Gegenspiel. Wolfgangs Position war schwer einzuschätzen, erschien mir aber leicht schwächer. 

Ganze zwei Stunden dauerte es, bis die erste Entscheidung fiel: Lennard hatte an Brett 2 einen starken Königsangriff initiiert, der wohl nicht mehr zu parieren war. 1:0 für uns.

Wenig später konnte auch Karl-Heinz an Brett 1 den vollen Punkt einfahren. Er hatte es zwischenzeitlich geschafft, das Spiel zu öffnen - ein Terrain, auf dem sich Jochen Seelig bekanntlich nicht so wohl fühlt. Ein Springerschach mit Turmgewinn entschied dann die Partie. 2:0.

Gegen 22:00 Uhr fielen zwei weitere Entscheidungen: Ulrich Milz hatte seinen Bauernvorteil noch ausbauen und den gegnerischen König unter Beschuss nehmen können, und Werner Kies... nun, er schaffte es wieder mal, seine für mich undurchschaubare Stellung mit starken Druckspiel (und wenig verbrauchter eigener Bedenkzeit) in einen Erfolg umzumünzen. Prima! 4:0.

Nachdem sich etwas später an Brett 7 die Hände zum Remis geschüttelt wurden, war der Mannschaftskampf dann zu unseren Gunsten entschieden.

An Brett 6 hatte es zwischenzeitlich einige Diskussionen über die Partienotation gegeben, die bekanntlich nach der Zeitnotphase auf dem Partieformular nachzutragen ist. Ich gehe aber davon aus, dass der Sieg von Ulrich nicht unmittelbar darauf zurückzuführen war, war aber selbst zu sehr mit meinem Spiel beschäftigt, um mich intensiver darum zu kümmern. Auch nur am Rande habe ich deshalb mitbekommen, dass Felix sich am Ende gegen den stark aufspielenden Bodo Arnold mit einem Remis begnüngen musste.

Nachdem ich die gegnerischen Drohungen gegen meinen König durch Abtauschen abgewehrt hatte, war es mir gelungen, den Bewegungsradius der verbliebenen weißen Figuren immer mehr einzuengen. So kam mein freier Mehrbaucher immer besser zur Geltung, bis er sich schließlich im Rahmen einer kleinen Kombination für den entscheidenden Qualitätsgewinn selbst opfern durfte. Endstand: 7:1.

Fazit: Ein Kantersieg über die tapfer kämpfenden Schlebuscher beendet eine für uns nicht gerade erfreulich verlaufene Saison! Gleich zwei ungeliebte Sonntagsspiele zu Beginn haben uns bereits früh in Bedrängnis gebracht. Zum Glück steigt ja wohl eine Sonntag-Mannschaft in die Verbandsliga auf, sodass für die nächste Saison - zumindest in dieser Hinsicht! - auf Besserung zu hoffen ist. Allerdings hat der Schachkreis nicht zu übersehende Probleme: ca. 15% kampflose Partien sprechen eine deutliche Sprache...

 

Manfred Birnkott

 

Br. SC Bayer 2 - SF Schlebusch 2  7 : 1
1 Sockel, Karl-Heinz 1905 - Seelig, Jochen 1341 1 : 0
2 Prößdorf, Lennard 1806 - Buchmeier, Armin 1593 1 : 0
3 Liebsch, Felix 1746 - Arnold, Bodo 1643 ½ : ½
4 Kies, Werner 1821 - Böhm, Stefan 1501 1 : 0
5 Birnkott, Manfred 1812 - Rieger, Angélique 1385 1 : 0
6 Liebsch, Ulrich 1693 - Burgmer, Hubertus 1528 1 : 0
7 Rathmann, Wolfgang 1628 - Herrmann, Axel 1498 ½ : ½
8 Milz, Ulrich 1457 - Wunsch, Markus 1511 1 : 0
   

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